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Kalligrafie – die Kunst des schönen Schreibens feiert eine Renaissance

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Kalligrafie ist die Kunst des schönen Schreibens. Dabei hat sie nichts mit dem Schönschreiben zu tun, was wir alle aus der Schule kennen. Hier stand in erster Linie die Lesbarkeit der eigenen Schrift im Mittelpunkt. Bei der Kalligrafie geht es eher um eine perfekte Ästhetik einer Schrift, die Lesbarkeit ist hierbei zweitrangig. Dabei ist diese spezielle Kunstform des Schreibens maßgeblich von der verwendeten Typografie abhängig. Entsprechend unterscheidet man bei der Kalligrafie die westliche, hebräische, arabische, chinesische, koreanische und japanische Ausprägung.

kalligrafie schriftUrsprung der Kalligrafie

Entsprechend hat die Kalligrafie in allen Kulturkreisen ihren Ursprung in der jeweiligen Kulturgeschichte. Im Mittelpunkt stand die Wiedergabe von heiligen Texten. Es gab in den Anfängen stets einen religiösen Zusammenhang zwischen dem Schreiben der Texte und den verfassten Inhalten. In Europa entstanden daher auch viele historische Werke in Klöstern, die sich der Kalligrafie bedienten. Spezielle Schreibmeister widmeten sich ausschließlich der Kalligrafie und benötigten zur eigenen Perfektion häufig viele Jahre.

Die Kalligrafie hat im westlichen Kulturkreis längst die Bedeutung in der Kultur verloren. Sie gilt daher in unseren Breiten eher als Kunstform oder als Hobby. Besonders im Zeitalter des Computers erfährt die Kalligrafie eine gewisse Renaissance. Diese speziellen Schriften kommen meist bei Urkunden, Plakaten oder Eintragungen zum Einsatz.

Unterschiedliche Ausprägungen der Kalligrafie

Anders sieht es in fremden Kulturkreisen aus. Im Judentum erfährt das Schreiben von hebräischen Texten bis heute eine hohe Anerkennung im religiösen Umfeld und bedarf auch hier einer langjährigen Kunstfertigkeit. Gleiches gilt auch für den asiatischen und arabischen Raum.

Besonders in Japan und Korea hat die Kalligrafie weiterhin einen hohen Stellenwert im gesellschaftlichen und künstlerischen Leben. Hier existieren spezielle Schriftstile, bei denen die Lesbarkeit völlig in den Hintergrund geraten ist. In den kalligrafischen Kunstwerken werden auf speziellen Schrifttafeln oft berühmte Zitate und Gedichte verwendet. Im Islam rührt die hohe Bedeutung der Kalligrafie auch von dem Verbot von Bildern in religiösen Schriften.

Das Erstellen von Kalligrafie

Abhängig von der regionalen Ausprägung werden die einzelnen Schriftzeichen mit Pinsel, Bambusfeder oder Federkiel (Vogelfeder) auf spezielles Papier oder Pergament aufgebracht. Ziel ist es, die jeweiligen Texte absolut fehlerfrei, präzise und kunstvoll zu gestalten.

Dabei werden die alten Schriften, unabhängig von Typografie und Kultur, nicht mehr in der Schule gelehrt. Zumal es heute eher um das schnelle Notieren von Inhalt geht als das handwerkliche Gestalten einzelner Buchstaben. Dennoch feiert die klassische Kalligrafie eine Renaissance. Viele Menschen kehren dem digitalen Schreiben den Rücken und greifen wieder zu Papier und Stift.

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