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Vokabel Lernen mit Eselsbrücken. Lernen mit der Schlüsselwortmethode

Die besten Strategien beim Lernen von Vokabeln

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Das Lernen einer Sprache ist immer eng verknüpft mit dem verfügbaren Wortschatz, den man aus seinem Gedächtnis abrufen kann. Da hilft auch nicht die beste Aussprache, wenn Ihnen die passenden Begriffe in der gewünschten Sprache einfach fehlen. Entsprechend müssen Sie Vokabeln lernen. An dieser teilweise mühsamen Arbeit werden Sie nicht vorbei kommen. Dabei muss der Einzelne nicht mehr zu den veralteten Lernmethoden greifen, wie sie teilweise noch heute in den Schulen praktiziert werden. Längst gibt es wesentlich effektivere Methoden, um die so zwingend notwendigen Vokabeln in sein Gedächtnis zu bekommen.

Vokabeln im Gedächtnis

Leider ist das menschliche Gehirn nicht in der Lage, eine klassische Liste der gewünschten Vokabeln einfach abzulegen. Hier funktioniert das Gehirn nach einem gänzlich anderen Muster. Vielmehr werden beim Lernen neue Verknüpfungen zwischen Nervenzellen erzeugt. Über diesen Weg werden Informationen im Gedächtnis abgelegt und sogenannte neuronale Bahnen produziert. Wird die betreffende Information häufiger im Gehirn abgerufen, dann wird die betreffende Bahn vermehrt angeregt und somit auch stärker ausgeprägt.

Erreicht der Lernende diesen Zustand für bestimmte Begriffe, dann sind die betreffenden Vokabeln im Langzeitgedächtnis fest verankert. Umgekehrt werden synaptische Verbindungen im Gehirn auch wieder gelöst, wenn die betreffende Information nicht häufig genug angesprochen wird. Um das Löschen von Gedächtnisbahnen zu verhindern und vielmehr die Erinnerungen an ausgewählte Methoden noch weiter zu verstärken, gibt es mehrere Strategien.

Das Ende der Karteikarte

Bei dem klassischen Lernen mittels Karteikarten, ist das eigentliche Geheimnis das permanente Wiederholen der notierten Vokabeln. Diese Methode wird zwar noch heute in vielen Schulen empfohlen, doch aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass das Arbeiten mit Karteikarten eine mühsame und langweilige Angelegenheit ist. Zumal es einfach schwierig ist, einen praktischen Bezug zwischen Vokabeln und deren Bedeutungen herzustellen. Erfolgreich ist das Lernen mit Karteikarten nur, wenn das Vokabular regelmäßig überprüft wird. Somit ist die traditionelle Karteikarte beim Lernen ein typisches Auslaufmodell.

Viele Untersuchungen haben längst bewiesen, dass die Assoziationsmethode bzw. die Schlüsselwortmethode wesentlich bessere Ergebnisse beim Lernen liefert. Bei aussagefähigen Eselsbrücken lässt sich das Verankern der einzelnen Vokabeln wesentlich schneller im Gedächtnis vornehmen. Besonders wenn die gewählten Bilder besonders ausgefallen und einprägsam sind, stellen sich teilweise atemberaubende Erfolge beim Lernen ein. Das Geheimnis bei diesem Lernansatz ist, dass zwischen den neuen Vokabeln und bereits bestehenden Informationen im Gedächtnis einfach neue Verknüpfungen erzeugt werden.

Aus vielen Vokabeln wird ein aktiver Wortschatz

Grundsätzlich ist das Lernen von Vokabeln der erste Schritt, um aktiv eine Fremdsprache zu erlernen. Somit dient das Ablegen von Vokabeln in der jeweiligen Sprache nicht zum Selbstzweck. Vielmehr ist der persönliche Vokabelbestand Ausgangspunkt für die zu erlernende Sprache.

Natürlich sollten Sie auch bei der Schlüsselwortmethode regelmäßig das Erlernte wieder auffrischen. Doch noch wichtiger ist, dass die Vokabeln auch aktiv beim Sprechen der Fremdsprache eingesetzt werden. Zumal im ersten Schritt die neuen Vokabeln nur in den passiven Wortschatz eingebunden werden. Dies bedeutet, Sie kennen zwar die neuen Vokabeln, aber sie werden nicht aktiv beim Sprechen eingesetzt. Erst wenn die gelernten Vokabeln aktiv beim Sprechen zum Einsatz kommen, gehen die Vokabeln in den aktiven Wortschatz über und sind so im Gedächtnis eingebunden und lassen sich jederzeit abrufen.


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Kommentare

Jens Biermann 6. April 2017 um 9:39

Sehr geehrtes VokabelEselTeam, über suchen im Internet (Stichwort look-see-Methode, vielleicht wichtig für Sis) fand ich Sie.
Frage an Sie.
Alle Sprachen entstammen einer Ursprache. Mit der Zeit entwickelten sich die verschiedenen Sprachen, Dialekte etc.
Als Bild ein Baum dazu. Der Stamm wäre die Ursprache. De Äste die Vielfalt an Sprachen, Dialekten.
Nun die Frage.
Gibt es einen Ur-Wort-Stamm, dessen Bedeutung in allen Sprachen gleich ist? Wenn ja (vielleicht z.B. nur 100 Wörter), dann wäre dies eine tolle Basis um leichter (in Kombination mit Eselsbrücken) eine Fremdsprache zu erlernen…
Danke für die Antwort.
Freundliche Grüße aus der Schweiz
Jens Biermann

Antworten

Wilfred Lindo 4. September 2017 um 19:05

Hallo Jens Biermann. Danke für den interessanten Input. Wir haben das Thema „Urwortstamm“ etwas recherchiert. Hier das Ergebnis: http://vokabelesel.de/2017/09/gibt-es-eine-ursprache-aller-heutigen-sprachen/

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