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Vokabel Lernen mit Eselsbrücken. Lernen mit der Schlüsselwortmethode

Wie lernt man Vokabeln am schnellsten?

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Wer kennt nicht das leidige Thema des Vokabellernens aus der Schule? Doch es gibt unterschiedliche Wege, wie man Vokabeln in einer Fremdsprache mit Leichtigkeit lernen kann. Schon in jungen Jahren wird der Mensch mit dem Lernen von Vokabeln konfrontiert. Spätestens mit der ersten Fremdsprache in der Schule müssen unzählige Begriffe in einer anderen Sprache gelernt und möglichst auch behalten werden.
Wer erinnert sich nicht mit Schrecken an die berüchtigten Vokabeltests, die meist spontan vom Lehrer als Lernkontrolle genutzt wurden. Meist konnte man nur wenige Vokabeln korrekt wiedergeben. Dabei steckt hinter dem Lernen von Vokabeln kein wirkliches Geheimnis. Zumal es unterschiedliche Techniken gibt, wie man das Erlernte in sein Gedächtnis fest verankern kann. Dabei sollte jeder die Lernmethode nutzen, mit der er die besten Erfolge verbuchen kann.

Alle müssen Vokabeln lernen

Bis heute müssen die Schüler und Schülerinnen in den Schulen, Sprachcamps und Sprachkursen unzählige Vokabeln in den unterschiedlichsten Sprachen lernen. Doch niemand kommt auf die Idee, den jungen Menschen im ersten Schritt beizubringen, wie man mit Vokabeln umgehen muss, um diese auf Lebenszeit in seinem Gehirn zu behalten. Mit einfachen Mittel lässt sich nämlich das Vokabellernen deutlich optimieren.

Grundlagen: Wie werden Informationen im Gehirn gespeichert?

vokabelnAusgangspunkt beim Lernen ist natürlich das menschliche Gehirn. Bekanntlich beinhaltet dieses das Kurz- und Langzeitgedächtnis. Dabei durchläuft Erlerntes, auch Vokabeln und andere Informationen, mehrere Schritte, bis es fest im Gedächtnis verankert wird. Zunächst kommt die neue Information in das Kurzzeitgedächtnis. Hier kann die Information nur für kurze Zeit abgelegt werden, da dieser Teil des menschlichen Gedächtnisses über eine eingeschränkte Kapazität verfügt. Hier kann somit der Mensch Vokabeln nur für sehr kurze Zeit vorhalten. Ziel muss es daher sein, die gewünschten Informationen ins Langzeitgedächtnis zu bringen. Zudem sollten die erlernten Informationen auch jederzeit abrufbar sein. Hier scheitern die meisten Menschen beim Lernen von Vokabeln.
Im Gehirn werden neue Informationen, wie beispielsweise von Vokabeln, durch die Verknüpfung von verschiedenen Nervenzellen gespeichert. Dabei verfügt jeder Mensch über rund 100 Milliarden Nervenzellen. Über sogenannte synaptische Verbindungen werden beim Lernen neue neuronale Verbindungen hergestellt. Sind bereits ähnliche Informationen vorhanden, findet hier eine Anknüpfung bzw. Anpassung statt.

Neue Verknüpfungen von Nervenzellen

Somit werden beim Lernen, beispielsweise Vokabeln, neue Verknüpfungen von Nervenzellen, sogenannten Neuronen, gebildet. Die Information ist somit im Gedächtnis verankert. Doch nun folgt der zweite, entscheidende Vorgang beim Lernen. Wird häufig eine bestimmte Information weitergegeben, so werden die dazugehörigen neuronalen Bahnen vermehrt angeregt. Die Folge ist, die betreffenden Bahnen werden verstärkt ausgeprägt und es kommt zu einer Festigung der verknüpften Informationen. In unserem Fall: die Vokabel wird im Langzeitgedächtnis tief verankert und lässt sich noch nach vielen Jahren einfach abrufen.
Im umgekehrten Fall, wenn es zu keiner wiederholten Anregung der jeweiligen Nervenzellen und deren Verknüpfungen kommt, kann eine synaptische Verbindung auch wieder gelöst werden und es kommt zum Vergessen der betreffenden Information.

Schlussfolgerungen für das Lernen von Vokabeln

Schon vor über 100 Jahren stellten Wissenschaftler fest, dass der Mensch bereits nach rund 48 Stunden rund 75 Prozent von Lerninhalten vergessen hat. Dieses Phänomen wird auch als Ebbinghaussche Vergessenskurve bezeichnet. Dies betrifft besonders Vokabeln, da diese in keinem direkten Kontext erlernt werden. Neuere Erkenntnisse haben gezeigt, dass durch eine systematische Wiederholung von Inhalten dem Vergessen eindeutig entgegengewirkt werden kann. Hiermit werden somit die betreffenden Nervenzellen und Nervenverbindungen wiederholt angeregt.
Zudem haben Wissenschaftler festgestellt, dass Informationen, die in ein Gedicht oder in eine Geschichte eingefügt werden, deutlich langsamer vergessen werden.
Für das Vokabellernen ergeben sich somit zwei Ansätze:
  • Vokabeln sollten systematisch wiederholt werden und zwar in größer werdenden Zeitabständen.
  • Vokabeln sollten in einem direkten Kontext gelernt werden. Idealerweise lernt man ein Gedicht oder eine Geschichte, die die betreffenden Vokabeln beinhalten.
Auf der Basis des systematischen Wiederholens von Lerninhalten wurden längst spezielle Lerntechniken entwickelt.

Das Lernen von Vokabeln mittels Karteikasten

Die einfachste und traditionellste Methode ist das Lernen mit Hilfe einer sogenannten Lernkartei. Die klassische Methode arbeitet dabei mit Lern– oder Karteikarten. Dieses Lernsystem basiert auf mindestens drei Fächern in einem Karteikasten. Zu Beginn sind alle Karteikarten im ersten Fach. Auf jeder Karteikarte befindet sich jeweils eine Vokabel, die gelernt werden muss. Nun beginnen Sie die Vokabeln möglichst täglich zu lernen. Wurde die betreffende Vokabel korrekt erkannt, kommt die Karte in das dahinterliegende Fach. Die Vokabeln im zweiten Fach werden alle zwei Tage gelernt, Vokabeln im dritten Fach werden alle vier bis sechs Tage überprüft. Wird eine Vokabel falsch benannt, kommt die Karte wieder in das davorliegende Fach.
Ziel bei diesem System ist das systematische Lernen von Vokabeln. Natürlich müssen Sie heute nicht unbedingt zum traditionellen Karteikasten greifen. Längst gibt es spezielle Software-Lösungen, die genau auf diesem Lernprinzip aufbauen. Größter Nachteil bei diesem Ansatz ist die Tatsache, dass Sie bei dieser Methode regelmäßig lernen müssen, um den gewünschten Lernerfolg zu erzielen.

Lernen per Eselsbrücke

Eine weitere erfolgreiche Technik, um Vokabeln zu lernen, ist die Schlüsselwortmethode. Sie gehört zu den sogenannten mnemotechnischen Verfahren, die ein Lernen mittels Merkhilfen anstreben. Hier wird mit der klassischen Eselsbrücke gearbeitet. Diese Lerntechnik geht davon aus, dass sich das menschliche Gehirn Bilder besser merken kann als abstrakte Inhalte.
So werden neue Vokabeln mit bestehenden Wissen verbunden und zusätzlich in vorstellbare Bilder überführt. In der Praxis wird zunächst ein Wort aus der eigenen Muttersprache gesucht, das ähnlich wie die betreffende Vokabel fonetisch klingt. Dies ist dann das Schlüsselwort. Aus der Bedeutung der Vokabel und dem Schlüsselbild muss nun ein Bild (Eselsbrücke) gebildet werden.
Beispiel: Die Vokabel lautet: Adler = Eagle. Das ähnlich lautende Schlüsselwort: Igel. Das Bild: Der Adler jagt den Igel. In dieser Form lassen sich viele Bilder im Geiste erzeugen. Teilweise sind die Lernerfolge enorm.

Unser Buchtipp – Vokabel Lernen mit Eselsbrücken

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Neu: Vokabeln speziell für Reise, Urlaub, Hotel und Restaurant

Wer sich schon in der Schule mit dem Lernen von Vokabeln herumärgern musste, wird spätestens beim nächsten Urlaub wieder mit dem Thema konfrontiert. Schnell wird klar, dass man zumindest die wichtigsten Begriffe in der Landessprache beherrschen muss, wenn Sie im Restaurant, im Hotel oder bei der Anreise an den Urlaubsort einige Kleinigkeiten erledigen wollen. Daher ist es durchaus sinnvoll, bereits vor Reisebeginn die relevanten Vokabeln parat zu haben.

Unzählige Lernmethoden

Grundsätzlich gibt es noch eine Fülle von weiteren Lerntechniken, die einem die Begriffe einer Fremdsprache näher bringen sollen. So existiert auch der Ansatz, nach sogenannten Wortfeldern zu lernen. Es werden also Vokabeln erlernt, die in einem direkten Sinnzusammenhang stehen. Beispielsweise lassen sich so Transportmittel oder Pflanzennamen bestens merken. Viele Menschen bevorzugen auch das auditive Lernen. Hier geschieht das Lernen über das Sprechen und mündliche Wiederholen der entsprechenden Begriffe.
Zudem existieren zahlreiche Internet-Plattformen, die mit den unterschiedlichsten Ansätzen den Besuchern eine neue Sprache und deren Vokabeln näher bringen wollen (z.B. Duolingo ).

Der beste Weg zum Lernen von Vokabeln?

Die Antwort lautet: Jeder Mensch lernt anders und gibt es kein Patentrezept zum Lernen von Vokabeln. Nicht jeder Schüler arbeitet gerne mit Karteikarten, andere wiederum können nur schwer mit Bildern eine Verknüpfung zu einzelnen Vokabeln herstellen. Teilweise sprechen manche Personen auf ganz andere Assoziationen an. Häufig liegt auch die Lösung in der Verknüpfung von unterschiedlichen Techniken. Ob man selbst mit Bildern, Klängen, Songtexten, Gedichten, Superlearning, Karteikarten oder Wortbrücken lernen kann, zeigt meist erst die Praxis. Daher muss jeder selbst herausfinden, mit welcher Methode er am besten Vokabeln erlernen kann.
Dabei sollte auch nie die Motivation beim Lernen unterschätzt werden. Wer Spaß, Freude beim Lernen mitbringt und zudem ein konkretes Ziel verfolgt, wird wesentlich schneller erste Lernerfolge feiern. Dies gilt natürlich auch für das Lernen von Vokabeln.

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